- Und dann kam Helmut Dietl -
15 Jahre ist Tamara Dietl glücklich mit dem Filmregisseur Helmut Dietl verheiratet. Als er 2014 an Krebs erkrankt, pflegt sie ihn zu Hause und begleitet ihn beim Sterben. Doch auch wenn diese Zeit hart und traurig war, will sie keinen Tag missen, denn sie weiß, dass alle Gefühle gelebt werden müssen und alle Erfahrungen einen reifen lassen. Tamaras Eltern lassen ihr viele Freiheiten, haben aber wenig Zeit für sie. Sie ist sich selbst überlassen, nimmt ihr Leben früh in die Hand und baut sich einen Schutzmantel aus äußerlicher Stärke auf. Nach dem Abitur arbeitet sie zunächst als Schauspielerin am Theater, danach als Journalistin. Sie hat eine glückliche Beziehung und ist beruflich sehr erfolgreich. Doch als eine enge Freundin schwer erkrankt und schließlich stirbt, stellt sie ihr bisheriges Leben infrage. Sie nimmt sich eine Auszeit und entscheidet schließlich, in Berlin einen Neuanfang zu wagen. Dort lernt sie 2000 den bayerischen Regisseur Helmut Dietl kennen. Dietl ist fasziniert von der kühlen Hamburgerin und will sie gleich heiraten. Zweieinhalb Jahre dauert es, bis er sie schließlich "rumkriegt". Schon bald kommt ihr Wunschkind Serafina zur Welt. Doch ihr glückliches Leben zu dritt wird 2014 durch Helmuts Krebsdiagnose schwer erschüttert. Tamara beschließt, ganz für Helmut da zu sein und pflegt ihn zu Hause bis zu seinem Tod. Sie verspricht ihm, sich um seinen Nachlass zu kümmern. Dieses Versprechen löst sie schon bald nach seinem Tod ein und bereitet eine Ausstellung über ihn im Münchner Literaturhaus vor.
Regie |
Reiner Holzemer
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