„Bergdoktor“-Star Hans Sigl: Darum verbannte er das Handy aus seinem Leben

Ann-Kathrin Schaub
09.03.2025 um 18:00 Uhr
    © Screenshot NDR
    Schauspieler Hans Sigl (55) ist seit 2008 das Gesicht der erfolgreichen ZDF-Serie „Der Bergdoktor“. | ©Screenshot NDR

    Hans Sigl, bekannt als der „Bergdoktor“, hat genug vom digitalen Dauerstress! Zwei Monate lang verzichtete er komplett auf sein Smartphone – mit erstaunlichen Folgen für sein Wohlbefinden. Warum er Sprachnachrichten für eine „Feigheit der Zivilisation“ hält und wie sich sein Leben ohne Handy verändert hat.

    Mit dem Ende der 18.Staffel ging eine große Überraschung für die „Bergdoktor“-Fans einher: Martin Gruber ist unter der Haube. Doch nicht nur, dass er spontan seine Partnerin Karin Bachmeier, gespielt von Hilde Dalik, heiratete, es gab auch noch einen Todesfall während der Hochzeitsfeier. In der NDR-Talkshow legte Schauspieler Hans Sigl seine Perspektive zu diesem aufregenden Staffel-Finale dar:

    „Es ist natürlich ein großer, dramaturgischer Wendepunkt für eine Figur. Für die Figur nach so vielen Jahren ein Einschnitt“, betonte Sigl. Die Heirat von Martin Gruber bietet natürlich eine spannende neue Richtung für die Serie, die im April mit den Dreharbeiten zur 19. Staffel fortgesetzt wird. Im Gespräch über persönliche Themen gab Sigl außerdem einen Einblick in seine Auszeiten vom digitalen Alltag. 

    Hans Sigl findet Sprachnachrichten sind eine „Feigheit der Zivilisation“

    „Ich habe mich zwei Monate vom digitalen Wahnsinn entfernt“, erzählte er. Sein Fazit: „Die Synapsen werden ruhiger, besserer Schlaf, niedrigerer Puls – es führt zu einer besseren Lebensqualität.“ Dass die meisten heutzutage nur noch über Sprachnachrichten und SMS kommunizieren würden, sei für den „Bergdoktor“-Star eine „Feigheit der Zivilisation“. Seine Devise: Öfter zum Telefon greifen und persönlich miteinander sprechen.

     Ab dem 17. März ist Hans Sigl übrigens in einer ganz anderen Rolle zu sehen. Im ZDF-Krimi „Flucht aus Lissabon“ geht es um einen ehemaligen Fluchthelfer, der sein altes Leben hinter sich lassen will– bis er erfährt, dass seine Ex-Freundin, die Kontaktagentin Alexandra Velten, bei dem misslungenen Interpol-Einsatz schwer verletzt wurde. Tom soll Sophia, die inzwischen untergetaucht ist, aufsuchen und sie in ein Safe House an der portugiesischen Küste bringen. Wer wissen will, wie die Geschichte ausgeht und nicht bis zur TV-Ausstrahlung am 17. März warten will, kann den Krimi bereits in der ZDF-Mediathek ansehen.  

    "Bergdoktor“ Hans Sigl enttäuscht seine Fans: "Schaffe ich zeitlich nicht“

    Welcher „Bergdoktor“-Fan wünscht sich das nicht: Einen Videogruß von Hans Sigl zum Geburtstag, zur Hochzeit oder zu einem anderen wichtigen Anlass. Zuletzt wurde der Schauspieler scheinbar mit derartigen Fan-Anfragen bombardiert und hat daher allen Wünschen dieser Art eine pauschale Absage erteilt. Der 53-jährige Österreicher liebt eigentlich die Nähe zu seinen Fans, postet regelmäßig persönliche Eindrücke von den „Bergdoktor“-Dreharbeiten, produziert kurze Talkshows mit seinen Kollegen und ist selbstverständlich auch stets bei den Fan-Tagen in Ellmau persönlich vor Ort. Dabei ist Hans Sigl ein vielbeschäftigter Mann, wie zuletzt auch sein Kollege Mark Keller bestätigte. „„Der ballert von morgens bis abends durch“ – und das 120 Tage im Jahr.“ Kein Wunder also, dass da wenig Zeit ist für private Grußbotschaften per Video zu runden Geburtstagen, silbernen Hochzeiten, Firmenjubiläen und was es da sonst noch so gibt. „Vielen Dank für die lieben Zuschriften (…) Ich wünsche allen frohe Tage, aber ich kann nicht für alle ein Geburtstagsvideo machen, die mich hier lieb anfragen, das schaffe ich zeitlich nicht“, bittet Sigl bei Instagram als Friedenstaube um Verständnis. Die "Bergdoktor"-Fans zeigen Verständnis für die Ansage Verständnis für Sigls Absage haben auch viele seiner Fans, die es absurd finden, dass man überhaupt diesen Wunsch äußert: "Wer kommt auf so eine Idee?? Das ist ja wohl klar, dass du dafür keine Zeit hast. Oder du musst aufhören zu drehen und NUR noch Videos machen", kommentiert eine Userin. 

    „Der Bergdoktor“: Ronja Forcher trommelt fürs Staffelfinale – und wird abgewatscht

    ‚Praxis vorübergehend geschlossen‘, heißt es nach der heutigen Folge beim „Bergdoktor“, denn heute läuft das Finale der 16. Staffel im ZDF. Darauf macht auch Schauspielerin Ronja Forcher  auf ihrem Instagram-Kanal aufmerksam, die seit der ersten Folge (2008) die Tochter von Bergdoktor Martin Gruber (Hans Sigl) spielt. "Es wird dramatisch, so viel ist klar", schreibt die 26-Jährige zu ihrem Post und bedankt sich bei allen Beteiligten: "Danke an alle für diese besondere Staffel. Ich weiß, als Zuschauender hat man ganz viele Nerven gebraucht, um die ganze Spannung auszuhalten. Aber ich sag's euch, es wird sich lohnen!" Viele Zuschauer wollten sich durch die Karneval-Pause in der letzten Woche aber nicht unnötig auf die Folter spannen lassen und haben das Finale bereits in der ZDF-Mediathek geschaut. Von Vorfreude aufs Finale ist in den Reaktionen der Fans auf Forchers Nachricht daher wenig zu lesen und die Kommentare sind  überwiegend kritisch. Der Grund: Der dramatische (und ein wenig konstruierte) Konflikt der beiden Gruber-Brüder Martin und Hans hat fast während der kompletten Staffel für negative Serien-Stimmung gesorgt, was einem Großteil der „Bergdoktor“-Fans missfällt. Sie bevorzugen die heile Welt am Wilden Kaiser, denn Streit, Hass und Missgunst gibt es in der realen Welt schließlich schon zu Genüge. Viele Fans sind scheinbar froh, dass es endlich vorbei ist dieses Jahr.

    Bergdoktor
    Bergdoktor