In der gestrigen Ausgabe von „Wer wird Millionär?“ nahm Manja Graewe aus Finnentrop auf dem berüchtigten „heißen Stuhl“ Platz. Doch die wissenschaftliche Marketing-Mitarbeiterin fand diesen alles andere als bequem und teilte das sofort Moderator Günther Jauch mit. Was daraufhin geschah, brachte Jauch völlig aus dem Konzept...
„Vermissen Sie ein Getränk?“, wollte Jauch von seiner Kandidatin wissen, nachdem der Moderator argumentiert hatte, dass sie ihre Füße wie auf einen Barhocker absetzen würde. Tatsächlich gelüstete es Manja Gaewe nach Hochprozentigem. Von der Redaktion gab es Gin – damit stieß die Finnentroperin mit Jauch an, der selbst bei Wasser blieb. Nachdem die 16.000-Euro-Hürde genommen war, ließ Graewe eine überraschende Bemerkung fallen:
Ihrer Meinung nach sei Schlagerstar Roland Kaiser so etwas wie Jauchs „Konkurrent“. Neugierig hakte der Moderator daraufhin nach. „Sie stammen aus einer Generation, in der man sagt: Das sind noch echte Männer mit Stil“, erklärte sie. Kaiser und Jauch seien „Charmeure, die mit ihren Blicken Geschichten erzählen und Worte wählen, die tief unter die Haut gehen können“, schwärmte sie. Jauch wirkte von dieser Erklärung sichtlich aus dem Konzept gebracht und zog eine ratlose Miene.
Als die beiden schließlich versuchten, Kaisers Kultsong „Manchmal (möchte ich schon mit dir)“ gemeinsam zu trällern, wurde schnell klar, dass Jauch nicht so textsicher war, wie seine Kandidatin. Immerhin bekam er ein zusätzliches Kompliment von Graewe: „Unser kleines Rendezvous hier ist spannender als erwartet.“ Eine Frage zum ehemaligen Hamburger Innensenator, Roland Schill, beendete das „Date“ auf der 32.000-Euro-Stufe dann abrupt.
Die Frage lautete: „Welchem deutschlandweiten Standard ebnete der umstrittene Hamburger Innensenator Ronald Schill einst den Weg?“ Zur Auswahl standen biometrische Ausweise, blaue Polizei-Uniformen, ein Rauchverbot in Kneipen oder der Blitzer-Marathon. Nachdem ihr Telefonjoker nicht helfen konnte, entschied sich Jauchs Kandidatin fürs Aufhören.
Richtig wäre übrigens Antwort B (blaue Polizei-Uniformen) gewesen. „Bitte fühlen Sie sich dadurch nicht zurückgewiesen“, scherzte Graewe zum Abschied, nachdem sie sich für das „Date“ bedankt hatte. Jauch nahm es gelassen. Schmunzelnd verabschiedete er seine Kandidatin mit folgenden Worten: „Grüßen Sie den Roland von mir.“